Menu

Diesel Technic unterstützt Formula Student

DIESEL TECHNIC

Joel Rybak nimmt mit Deefholt Dynamics am internationalen Konstruktionswettbewerb teil

[Translate to Deutsch:]

Der internationale Konstruktionswettbewerb Formula Student ist in eine neue Saison gestartet – schon im Mai geht das Racing-Team Deefholt Dynamics von der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) Diepholz beim ZF Race Camp in Friedrichshafen an den Start. Um einen konkurrenzfähigen Elektro-Boliden auf den Asphalt zu bringen und möglichst viele Punkte einzufahren, hat das Team mit der Diesel Technic AG einen weiteren Sponsor gefunden. 

Der Kirchdorfer Ersatzteil-Anbieter hat dem Team Deefholt Dynamics finanzielle Unterstützung bereitgestellt. Eine Investition in die Zukunft. Schließlich spielt Elektromobilität in der aktuellen Diskussion um die Zukunft der Automobilbranche eine große Rolle. Dass sich die Branche aber nicht auf dem Ist-Zustand ausruht, sondern auch bei der Nachwuchsförderung aktiv an der Weiterentwicklung arbeitet, zeigt der internationale Konstruktionswettbewerb Formula Student. An der PHWT bilden 48 Studenten aus den Fachbereichen Elektrotechnik, Mechatronik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen zusammen das „Racing Team“ des Deefholt Dynamics Vereins. Beteiligt ist mit Joel Rybak auch ein Dualer Student der Diesel Technic AG.

Der 22-jährige Stemweder hat momentan immer ein Auge auf sein Smartphone: Es könnte jederzeit einen Anruf oder eine E-Mail geben. Und damit vielleicht auch einen neuen Sponsor. Denn Joel Rybak ist in der Sponsoring-Gruppe des Deefholt Dynamics Teams tätig. „Meine Aufgabe ist es, Sponsoren für das Projekt zu gewinnen“, beschreibt Joel Rybak seine Tätigkeit. „Dazu zählen sowohl die Kontaktpflege zu den bisherigen Sponsoren als auch Neuakquise von Unternehmen. Wir stellen das Projekt und unser Konzept bei Unternehmen vor und versuchen diese davon zu überzeugen, uns zu unterstützen.“ Ein wichtiger Part, um überhaupt konkurrenzfähig zu sein. Das Geld fließt zum Beispiel in die Forschung, in Materialien und in die Außendarstellung.

Darüber hinaus kümmern sich Joel Rybak und seine Gruppe um die Organisation und Durchführung von Sponsoren-Events und versorgen die Sponsoren mit Informationen. „Wir unterstützen auch bei der Präsentation von Deefholt Dynamics in den sozialen Medien und auf der Homepage“, beschreibt der 22-jährige Student für Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor of Engineering) weiter.Formula Student ist weltweit der größte Konstruktionswettbewerb für Studenten. Jedes Jahr wird dieser Wettbewerb neu ausgeschrieben.

Seit 2006 gibt es die Formula Student auch in Deutschland, unter der Schirmherrschaft des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Weltweit gibt es mittlerweile ca. 12 Austragungsorte für diesen Wettbewerb, zum Beispiel in Amerika, in England, in Italien, in Spanien und in den Niederlanden. In Deutschland findet der Wettbewerb auf dem Hockenheimring statt. „Der Andrang, diesen Wettbewerb mitzumachen, ist mittlerweile so groß, dass eine Teilnahmeberechtigung zu den jeweiligen Veranstaltungen in den unterschiedlichen Ländern, durch sogenannte Registrierungs-Quizze erarbeitet werden muss“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Thomas Plegge von der PHWT. Die PHWT ist seit 2006 mit einem Team an dem Wettbewerb beteiligt. Seit 2011 gibt es zudem den Verein Deefholt Dynamics e.V., um die Projektarbeit besser zu fördern. 

Aufgabe ist es, einen Rennwagen, ähnlich einem Formel-1-Fahrzeug, selbst zu entwickeln. Dabei spielt die Dokumentation des Konstruktionsprozesses eine entscheidende Rolle. „Konstruktionsdetails und tief gehende Kenntnisse der Fahrphysik werden in mündlichen Prüfungen bei den jeweiligen Veranstaltungen abgeprüft. Auch soll für das entwickelte Fahrzeug ein mögliches Vermarktungskonzept erarbeitet werden, das in Form eines Businessplans ebenso auf den Veranstaltungen präsentiert werden muss“, beschreibt Thomas Plegge weiter. Neben drei sogenannten statischen Events gibt es dann auch fünf dynamische Events, bei denen der Rennwagen in Fahrsituationen getestet wird. Für alle Teildisziplinen werden Punkte verteilt und später die Sieger des gesamten Wettbewerbs festgelegt.

Deefholt Dynamics hat für diese Saison ein klares Ziel vor Augen: Einen zuverlässigen Elektro-Rennwagen mit guten Fahreigenschaften wie Beschleunigung und Handling zu bauen. Doch auch die ökonomischen Aspekte müssen stimmen, um mehr Punkte zu sammeln.Das Vorjahres-Team hatte unter anderem Probleme damit, einen Wagen zu konstruieren, der überhaupt an den Rennen teilnehmen darf, und die Langstreckentests, für die besonders viele Punkte winken, zu beenden. Die hohen Anforderungen der Formula Student erfüllte der Rennwagen 2017 nicht immer. „Aus diesen Problemen können wir lernen und die Erkenntnisse nutzen. Es findet ein reger Austausch mit dem Vorjahres-Team statt“, sagt Joel Rybak.

Im neuen Boliden sollen Diffusor, Front- und Heckflügel verbaut und so eine bessere Aerodynamik gewährleistet werden. Darüber hinaus soll die Karosserie schmaler werden und der gesamte Wagen weniger wiegen. Durch leichtere und leistungsfähigere Akkus könnten bis zu 80 Kilogramm eingespart werden. Bei einem Gewicht von rund 250 Kilogramm ein wesentlicher Faktor. Es steht aber noch in den Sternen, ob dieses Vorhaben angesichts des zeitlichen Rahmens noch umzusetzen ist. Das Team setzt außerdem auf eine schnellere Austauschmöglichkeit der Elektronik, um bei den Events vor Ort mögliche Fehler oder defekte Teile noch beheben zu können.Auch weitere Bereiche, in denen das Team 2017 wenige Punkte sammelte, wie die Außendarstellung, sollen dieses Mal verbessert werden. Joel Rybak verdeutlicht die Motivation: „Wir wollen bei den statischen Events, beispielsweise beim Businessplan, in die Top 3. Das ist ambitioniert, aber machbar!“

Für Deefholt Dynamics ist die Teilnahme an der Formula Student eine zeitliche Herausforderung – gerade mit Blick auf die Teams, an denen ausschließlich Vollzeit-Studenten zum Beispiel aus München oder Stuttgart beteiligt sind. „Wir kümmern uns um dieses einjährige Projekt neben dem regulären Dualen Studium“, erklärt Joel Rybak. Das heißt: Die Studenten sind auch im Ausbildungsbetrieb eingespannt. Während es also darum ging, sich für Rennen zu qualifizieren, mussten viele auch ihre Zwischenprüfung meistern. Dennoch nehmen sie am ZF Race Camp in Friedrichshafen (17. und 18. Mai), Formula Student Netherlands in Assen (9. bis 12. Juli) und Formula Student Germany am Hockenheimring (6. bis 12. August) teil. Joel Rybak und seine Teamkollegen sind motiviert: „Ziel ist es, sich bei der Platzierung stark zu verbessern. Und daran arbeitet gerade das gesamte Team unter Hochdruck!“